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der digitale Wandel der Arbeitswelt schreitet rasant voran und macht nicht an Landesgrenzen halt. Deshalb stehen wir als Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Dialog mit unseren europäischen Partnern, um gemeinsame Antworten auf die aktuellen Fragen zu finden. Im Februar und März gab es dafür gleich mehrere Gelegenheiten.
Am 19. März hielt Bundesministerin Bärbel Bas eine Keynote auf der „Work & Culture Conference“ im Rahmen der Bitkom TRANSFORM in Berlin. Ihre Kernbotschaft: Fachkräftesicherung, Befähigung, Weiterbildung und Mitbestimmung sind zentral für einen gelingenden KI-Einsatz in den Unternehmen. Entscheidend ist: „KI darf nie gegen die Beschäftigten, sondern muss mit ihnen eingesetzt werden“, so Ministerin Bas.
Bereits am 27. Februar diskutierte Dr. Michael Schäfer, Staatssekretär im BMAS, diese Fragen in Rom bei der Konferenz „AI and Work: Managing Transformation, Multiplying Opportunities“, an der auch die italienische Ministerin für Arbeit und Sozialpolitik, Marina Calderone, ihr französischer Amtskollege, Jean-Pierre Farandou, und Roxana Mînzatu, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für Menschen, Qualifikationen und Vorsorge, teilnahmen. Michael Schäfer nannte gute Arbeit im digitalen Wandel eine zentrale europäische Priorität. Technologische Innovationen müssen mit sozialer Verantwortung zusammengedacht werden. Die KI-Verordnung schafft dafür das Fundament. Zur Gestaltung der weiteren Entwicklungen und Nutzung der mit KI verbundenen Potenziale richtete Italien kürzlich nach dem Vorbild des Observatoriums KI in Arbeit und Gesellschaft im BMAS ein eigenes KI-Observatorium ein. Das deutsche, französische und italienische KI-Observatorium arbeiten bereits eng in einem internationalen Netzwerk zusammen, das beim AI Action Summit in Paris 2025 ins Leben gerufen wurde.
Die europäische Perspektive auf die digitale Transformation der Arbeitswelt vertiefte am 5. März das Weimarer Dreieck, ein Gesprächsformat von Deutschland, Frankreich und Polen. Staatssekretär Dr. Michael Schäfer und Ana Dujić, Leiterin der Abteilung Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft des BMAS, diskutierten mit den Partner*innen u. a. die „Quality Jobs Roadmap“ der EU-Kommission. Das gemeinsame Signal: Klare Regeln für KI und algorithmisches Management sind für gute Arbeit im digitalen Zeitalter unverzichtbar. Diese Perspektive auf die Zukunft der Arbeit im KI-Zeitalter brachte Ana Dujić am 18. März auch auf der „Arbeit.digital Zukunftskonferenz“ in Wien ein, wo sie mit europäischen Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Gewerkschaften über den Zusammenhang zwischen europäischer Souveränität, der dafür nötigen Infrastruktur, Wertschöpfung und guter Arbeit diskutierte.
Die Entwicklung von Technologie und Innovationen bleibt hochdynamisch – und auch wir setzen die Debatte über die digitale Zukunft unserer Arbeitsgesellschaft fort: Vom 30. März bis zum 1. April findet die mittlerweile 5. OECD AI-WIPS-Konferenz „AI in Work, Innovation, Productivity and Skills“ in Paris statt, die Katja Mast, parlamentarische Staatssekretärin im BMAS, gemeinsam mit dem Generalsekretär der OECD, Mathias Cormann, eröffnen wird. Seit 2019 fördert das BMAS das AI-WIPS-Programm und hat damit eine internationale Referenz für Erkenntnisse zu KI und Arbeit mitaufgebaut.
Hier können Sie sich für eine virtuelle Teilnahme anmelden.
Eine informative Lektüre wünscht Ihr Team der Abteilung Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft