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Das Bewusstsein über Herausforderungen bei KI wächst

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neue Einsatzbereiche Künstlicher Intelligenz (KI) und ihre verstärkte Nutzung in Gesellschaft und Arbeitswelt verändern auch die Debatten und die Einstellungen gegenüber der Technologie. Die Erwartungen und Bewertungen werden differenzierter, unentschiedene Positionen gehen tendenziell zurück. Bereits seit 2020 beobachtet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die Wahrnehmung von KI in der Bevölkerung mit dem Meinungsmonitor KI (MeMo:KI). Neueste Ergebnisse aus der aktuellen dritten Phase des Projekts zeigen: Die Chancen bleiben, aber vor allem in Bezug auf die gesellschaftlichen Folgen des KI-Einsatzes kommt es mit mehr Kenntnissen auch zu einem steigenden Risikobewusstsein.

In Bezug auf die Arbeitswelt zeigen die Befunde, dass jüngere und qualifiziertere Beschäftigte KI am häufigsten nutzen, und sie bewerten KI zudem am positivsten. Die Forschenden sehen darin aber eine gesellschaftliche Kehrseite: Wer früh einsteigt, baut Kompetenz auf und sieht mehr Chancen. Wer außen vor bleibt, riskiert den Anschluss. So könnten sich Ungleichheiten vertiefen. Dazu kommt: Zwei Drittel der Beschäftigten geben an, nicht mitbestimmen zu können, ob und wie Betriebe KI einsetzen. Das steht im Gegensatz zu den Erfolgsfaktoren, die wir aus der Forschung kennen, nämlich, dass die KI-Einführung dort am besten gelingt, wo Beschäftigte mitgestalten. Gut die Hälfte der Befragten spricht sich zudem dafür aus, dass der Staat Grenzen setzen sollte, wenn Unternehmen Arbeitsplätze durch KI-Systeme ersetzen.

Im globalen Wettbewerb geben weiterhin vor allem die USA und China das Tempo vor. KI wird dort häufig primär als Hebel zur Effizienzsteigerung verstanden, etwa durch den verstärkten Einsatz datengetriebener Steuerungssysteme und algorithmischen Managements. In einigen Bereichen zielen diese Entwicklungen perspektivisch auch auf weitgehend automatisierte Produktionsprozesse bis hin zu Fabriken mit minimalem menschlichen Einsatz ab. Das BMAS verfolgt im Einklang mit dem europäischen Ansatz einen anderen Kurs, der Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum stärken, neue, gute Jobs kreieren und Beschäftigte am Fortschritt über Befähigung, Mitbestimmung und Schutzstandards beteiligen soll.

Diese Botschaft trug Katja Mast, Parlamentarische Staatssekretärin im BMAS, am 30. März auf die internationale Bühne der 5. OECD AI-WIPS-Konferenz „AI in Work, Innovation, Productivity and Skills“ in Paris: Technologischer Fortschritt dient den Beschäftigten, nicht umgekehrt. Ana Dujić, Leiterin der Abteilung D Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft, diskutierte mit internationalen Expert*innen, wie KI Arbeitsmarkt und Produktivität verändert.

Klar ist, dass wir die Debatte um die Effekte und die Gestaltung von KI in Arbeit und Gesellschaft weiterführen – und zwar schon am 19. Mai auf der re:publica in Berlin. Bundesministerin Bärbel Bas wird dort – passend zum Konferenzmotto „Never gonna give you up“ – diskutieren, wie wir Zielkonflikte zum Umgang mit KI in der Arbeitswelt klug auflösen, also Beschäftigte wirksam schützen, ohne Innovation abzuwürgen, damit auch künftig neue qualitativ hochwertige und gut bezahlte Jobs entstehen. Wir würden uns freuen, Sie dort zu sehen!

Das Team der Abteilung Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft wünscht Ihnen eine anregende Lektüre.

Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz: Sicht auf KI verändert sich
Mehr als die Hälfte der Beschäftigten nutzt heute KI regelmäßig am Arbeitsplatz. Neue Ergebnisse des vom BMAS geförderten Forschungsprojekts Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz (MeMo:KI) zeigen: Damit werden auch die Perspektiven auf KI differenzierter und entschiedener.
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Das BMAS auf der re:publica 2026

KI eröffnet neue Chancen, verändert aber auch den Arbeitsmarkt grundlegend. Wie gehen wir als Gesellschaft mit den Hoffnungen, aber auch mit den damit verbundenen Sorgen und Ängsten um? Auf der re:publica 2026 am 19. Mai wird Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas diese Themen aufgreifen.

Darüber hinaus sind wir auch dieses Jahr auf der re:publica mit zwei Sessions im Rahmen der ressortübergreifenden Initiative Civic Coding vertreten: In der ersten Session stellen wir die Ergebnisse unseres neuen Deep Dives zum Stand der KI-Kompetenzen in der Zivilgesellschaft vor. In der zweiten Session „Challenge Accepted!“ stellen zivilgesellschaftliche Organisationen aktuelle Herausforderungen aus ihrer Praxis vor, um diese im Anschluss mit dem Publikum weiter zu diskutieren und erste Lösungsansätze zu entwickeln.

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