Logo der Denkfabrik
Newsletter

Schlüsseltechnologien für Jobs, Innovation und gute Arbeit

Liebe*r Abonnent*in,

am 1. Juli beschloss die Koalition, Zukunftstechnologien konsequent zu stärken und den Fortschritt in Deutschland zu fördern, Künstliche Intelligenz (KI) ist dabei ein Schwerpunkt. Auch mit der Hightech Agenda Deutschland, in der das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) federführend an der KI-Roadmap beteiligt ist, setzt die Bundesregierung auf zentrale Schlüsseltechnologien – ein klares Bekenntnis dazu, dass Deutschland seine Innovationskraft stärken und international wettbewerbsfähig bleiben will.

Wie sich Jobs durch neue Schlüsseltechnologien verändern werden und wie Beschäftigte davon profitieren können, untersucht ein neues Forschungsprojekt des BMAS: Mit dem aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität finanzierten Projekt „Schlüsseltechnologien und neue Arbeitswelten: Perspektiven für Jobs, Innovation und gute Arbeit“ untersucht die Abteilung Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft, wie technologische Entwicklungen den Arbeits- und Wirtschaftsstandort Deutschland zukünftig verändern werden – und welche Auswirkungen daraus für Beschäftigte und Unternehmen entstehen. In der Analyse kommen auch Ansätze der Strategischen Vorausschau zum Einsatz, um die Wechselwirkungen verschiedener Einflussfaktoren, z. B. zwischen geopolitischen und technologischen Dynamiken, abbilden zu können.

Wie wichtig die Gestaltung des technologischen Wandels auf Basis belastbarer Erkenntnisse ist, zeigt auch eine aktuelle Umfrage des AI Policy Institute (AIPI) in den USA: Eine klare Mehrheit befürwortet verbindliche Sicherheitsstandards, selbst wenn diese den KI-Einsatz einschränken würden. Bemerkenswert ist dabei: Demokratische und republikanische Wähler*innen liegen in dieser Einschätzung nah beieinander, der Wunsch nach klaren Regeln macht also nicht an politischen Lagergrenzen halt. Ein Signal, das auch für die europäische Debatte relevant ist.

Eine informative Lektüre und einen erholsamen Sommer wünscht Ihr Team der Abteilung Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft.

Forschungsauftrag zu vergeben: „Arbeitskräftepotenziale durch Digitalisierung und KI inklusiv nutzen“

Digitale Technologien und v. a. Künstliche Intelligenz bieten die Möglichkeit, Menschen mit Beeinträchtigungen länger und gesünder im Arbeitsmarkt zu halten. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels ist es entscheidend, ungenutzte Potenziale zu erschließen und die Arbeitswelt inklusiver zu gestalten.

Hierfür wird das BMAS voraussichtlich ab Mitte/Ende August 2026 einen Forschungsauftrag als wettbewerblicher Dialog mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb europaweit ausschreiben. Ziel ist es, die Möglichkeiten und Bedarfe von Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) und Beschäftigten mit Beeinträchtigungen für den Einsatz digitaler Technologien zu untersuchen, praxistaugliche Lösungen zu identifizieren, zu implementieren und zielgruppengerecht in die Praxis zu transferieren. Konsortien sind willkommen!

Mehr erfahren
Direktanstellung macht den Unterschied: Fairwork-Bericht Deutschland 2026
Wie fair sind die Arbeitsbedingungen bei Plattformen? Und welchen Unterschied macht es, ob Lieferdienste, Fahrdienste und Reinigungsplattformen direkt anstellen oder Subunternehmen einsetzen? Das Fairwork-Projekt hat erneut Arbeitsplattformen bewertet. Das Ergebnis bestätigt den Trend aus dem Vorjahr: Plattformen mit Subunternehmer-Modell schneiden deutlich schlechter ab als solche mit Direktanstellung; zugleich zeigt der Bericht, dass gute Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit möglich sind. Das BMAS fördert die Forschung und erarbeitet aktuell einen Vorschlag zur Umsetzung der EU-Plattform-Richtlinie. Die Folgerungen des Fairwork-Projekts für die aktuelle Debatte um ein Direktanstellungsgebot lesen Sie im Bericht.
Mehr erfahren
Wie inklusiv könnte die Arbeitsgesellschaft im Jahr 2040 sein?
Welche Szenarien über die zukünftige Teilnahme von Menschen mit Beeinträchtigungen am Arbeitsleben sind heute denkbar? Welche Faktoren sind entscheidend für eine inklusive Arbeitsgesellschaft, und welche Maßnahmen sind zielführend in der Praxis? Diese und weitere Fragen beantwortet der Deep Dive Inklusion 2040: Perspektiven für Menschen mit Beeinträchtigungen im Arbeitsleben. Die Foresight-Studie untersucht die Situation von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Arbeitswelt und analysiert, welche Branchen eine Vorreiterrolle im Bereich Inklusion einnehmen und was sie von anderen unterscheidet. Dabei wird deutlich, dass es bereits heute zahlreiche erfolgreiche Praxisbeispiele und innovative Inklusionsansätze gibt – unabhängig von Branchenzugehörigkeit oder Unternehmensgröße.
Mehr erfahren
Rückblick: Das BMAS beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung
Am 20. und 21. Juni öffnete das BMAS in Berlin seine Türen. Neben Fragen zur Rente, Fachkräftesicherung und Inklusion stand die Frage im Mittelpunkt, die derzeit viele bewegt: Wird KI für uns im Job zur Konkurrenz, oder kann uns die Technologie eher unterstützen und entlasten? Darüber diskutierte Staatssekretär Dr. Michael Schäfer mit den Besucher*innen. Am Stand der Abteilung Denkfabrik zeigten zudem drei Civic Coding-Projekte, was KI im (beruflichen) Alltag leisten kann: ein Konflikttraining mit einer VR-Brille für Schule, Jugendarbeit oder Berufsalltag, ein humanoider Roboter aus dem 3D-Drucker zum Selberbauen in der Schule oder am Ausbildungsplatz und ein Malerroboter, der Handwerker*innen bei Malerarbeiten entlastet.
Mehr erfahren
Weitere Informationen zu den Aktivitäten der Denkfabrik finden Sie auf unserer Webseite.
Jetzt informieren
Zur Denkfabrik gehören:

Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft

© Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Diese E-Mail wurde versendet im Auftrag des
Bundesministeriums für Arbeit und Soziales | Wilhelmstraße 49 | 10117 Berlin